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Japans Notenbankchef findet Schuldenberg "abnormal"

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Japans Notenbankchef findet Schuldenberg "abnormal"

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Vorsicht, Schulden können abhängig machen – diese Botschaft versuchte der neue Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) bei den Parlamentarierern des Landes unterzubringen. In einer Anhörung vor dem Parlament nannte Haruhiko Kuroda Japans Schuldenberg “abnormal” und “nicht nachhaltig”. Zuvor hatte die neue Regierung eine Doktrin lockerer Geldpolitik und höherer Staatsausgaben verkündet, um die Phase fallender Preise nach anderthalb Jahrzehnten mit aller Macht zu beenden.

Andrew Freris, BNP Paribas Wealth Management:

“Was ich erwarte? Leider sind das genau die gleichen Mittel, die seit 15 Jahren ausprobiert werden. Außer, dass sie diesmal multipliziert werden, sagen wir, mal zwei. Ob das die japanische Wirtschaft strukturell verändert, da habe ich meine ernsten Zweifel – bis auf eine sehr willkommene, aber wohl eher kurz-bis mittelfristige Aktienhausse.”

Japans Regierung unter Shinzo Abe will die Wirtschaft Japans mit einem Struktur- und Konjunkturprogramm für 175 Milliarden Euro wieder auf Wachstumskurs bringen – trotz riesiger Staatsverschuldung.

Japan ist mit 230 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung verschuldet. Es ist das Industrieland mit den höchsten Schulden und übertrifft Griechenland.

Der wesentliche Unterschied: Internationale Geldgeber haben wenig zu melden. Ein Großteil der Anleihenkäufer sind Japaner und halten still.

Mit dpa