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Die Zypern-Krise - gesehen von ausländischen Reportern

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Die Zypern-Krise - gesehen von ausländischen Reportern

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In der Zypern-Krise ist viel von russischem Geld die Rede. Von legalen Investitionen wie von Geldwäsche. Von den vielen hier ständig lebenden Russen. Darum beginnen wir unseren Rundblick nach der Wiedereröffnung der zwei Wochen lang geschlossenen Banken mit einem Bericht des russischen Fernsehens.

Reichlich Bargeld wurde von der Europäischen Zentralbank extra eingeflogen, damit die Banken nach zwei Wochen Schließung für den Bargeldbedarf ihrer Kunden gerüstet sind. Mit einer großen logistischen Anstrengung und viel Sicherheitspersonal wurden in der Nacht vor der Eröffnung alle Filialen im Lande mit ausreichend Bargeld beliefert. Das französische Team drehte seinen Bericht zwei Tage, bevor die Banken wieder öffneten.

Schweizer Reporter habe sich genauer angesehen, wie die Leute leben, wenn sie keine Geld mehr in der Tasche haben. Sie fanden auch wachsenden Andrang an den Suppenküchen. Wie alle anderen Berichte dieser Serie wurde auch dieser vor der Wiedereröffnung der Banken am Donnerstag gedreht.

Nachdem die Republik Zypern 2004 EU-Mitglied wurde, lehnten ihre Bürger einen UN-Plan zur Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Insel ab. Die Art, wie die Finanzindustrie von der Euro-Einführung 2008 profitierte, erhellt die wirtschaftspolitischen Gründe. Spanische Reporter sahen sich im türkischen Norden der Insel um.

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