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Musharraf mit Schuh beworfen

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Musharraf mit Schuh beworfen

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Der frühere pakistanische Präsident Pervez Musharraf ist in Karachi vor Gericht erschienen. Dort verlängerte der Richter die Kaution des Angeklagten auf 21 Tage. Gegen Musharraf laufen in Pakistan drei Verfahren, die Anklagen reichen von Verschwörung über Mord. Der Ex-Staatschef war erst vor wenigen Tagen aus seinem vierjährigen Exil zurückgekehrt, er will sich bei den Präsidentschaftswahlen im Mai aufstellen lassen. Die Taliban drohten ihm mit Anschlägen.

Vor dem Gerichtssaal in Karachi entlud sich die Wut gegen den früheren Militärmachthaber, der fast von einem Schuh getroffen wurde. Eine Gruppe von Anwälten skandierte Anti-Musharraf-Parolen.

Sein Anwalt Mohammad Siddique Mirza erläuterte die juristische Vorgehensweise: “Zwei Kautionsanträge wurden abgesegnet, der erste im Benazir Bhutto Fall, der in Rawalpindi verhandelt wird. Mit der zweiten Anklage befasst sich das Anti-Terror-Gericht von Quetta. In beiden Fällen gestanden die Richter Musharraf 21 Tage zu, um die jeweiligen Gerichte aufzusuchen und dort eine dauerhafte Kaution zu erhalten.”

Ohne diese Verlängerung hätte Musharraf am Sonntag die Verhaftung gedroht.

Nach der Ermordung der früheren Oppositionsführerin Benazir Bhutto hatte er sich geweigert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Musharraf wird vorgeworfen, Bhutto nicht ausreichend geschützt zu haben.