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Südkoreaner zeigen sich angespannt

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Südkoreaner zeigen sich angespannt

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Die Insel Yeonpyeong im Gelben Meer. Sie liegt näher am nord- als am südkoreanischen Festland, rund 1000 südkoreanische Soldaten sind hier stationiert. Die Stimmung ist angespannt, denn vor gut zweieinhalb Jahren schlugen hier schon einmal nordkoreanische Granaten ein.

Eine 83-jährige Anwohnerin meint, ihr Herz schlage schnell angesichts der Bedrohung, dass es wieder einen Angriff geben könnte. Sie werde weiter hier leben und nicht weggehen. Angst vor einem erneuten Angriff habe sie dennoch.

Auch die Fischer fühlen sich an an den damaligen Beschuss erinnert.

“Wenn der Norden wieder provoziert – wie 2010 – ich denke, dann wird es einen richtigen Krieg geben”, sagt einer von ihnen, “ich glaube nicht, das der Norden so unbesonnen wäre, aber sie sind so unberechenbar.”

Am 23. November 2010 war es auf der Insel zu Gefechten zwischen nord- und südkoreanischen Truppen gekommen. Zwei südkoreanische Soldaten und zwei Zivilisten waren dabei getötet worden.

Auch wenn die Südkoreaner in der Regel gelassen auf die Rhetorik des kommunistischen Nachbarn reagieren – diesmal zeigen sie sich angespannt.