Eilmeldung

Eilmeldung

Lage in Zentralafrikanischer Republik angespannt

Sie lesen gerade:

Lage in Zentralafrikanischer Republik angespannt

Schriftgrösse Aa Aa

Wie geht es weiter nach dem Staatsstreich in der Zentralafrikanischen Republik? Der neue, selbsternannte Präsident Michel Djotodia, der gemeinsam mit verschiedenen Rebellengruppen die Macht an sich gerissen hatte, erklärte, er wolle für Frieden in dem Land sorgen. Viele Anhänger des vorherigen Präsidenten Francois Bozizé waren nach der Machtübernahme aus dem Land geflohen. Ihnen rief der neue Machthaber Djotodia in der Hauptstadt Bangui zu:

Michel Djotodia:
“Unseren Landsleuten, die geflohen sind, sage ich patriotisch und brüderlich: Kommt zurück!”

Die Angst vor Repressionen ist jedoch nicht das einzige Problem der Menschen. Die hygienischen Zustände in der Hauptstadt sind verheerend. Carla Haddad Mardini vom internationalen Roten Kreuz berichtet von katastrophalen Verhältnissen:

Carla Haddad Mardini:
“Die Krankenhäuser in Bangui sind überfordert. Wir haben gehört, dass die Gänge voll mit Patienten sein sollen. Laut unserer Ärzte vor Ort gibt es weder in der Stadt noch in den Krankenhäusern fließend Wasser. Elektrizität wird zum Problem. Und der Treibstoff wird knapp.”

Dass die die Flüchtlinge Angst davor haben zurückzukehren verwundert nicht. Die Rebellen patroullieren weiterhin durch die Häuser von Bangui, offensichtlich auf der Suche nach Anhängern des Ex-Präsidenten Bozizé.