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Nach Wahlurteil: Kenias Präsident will Frieden

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Nach Wahlurteil: Kenias Präsident will Frieden

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Kenias neuer Präsident Uhuru Kenyatta hat an einem Gottesdienst in Nairobi teilgenommen. Das Oberste Gericht des Landes hatte am Samstag seinen hauchdünnen Wahlsieg bestätigt. Kenyatta soll nun am 9. April vereidigt werden. Der 51-Jährige sagte, dass es nun darum gehe die Träume und Ziele aller zu verwirklichen: “Ich ergreife heute die Gelegenheit, um allen Kenianern dafür zu danken, dass sie vor den Wahlen, während den Wahlen und nach den Wahlen den Frieden aufrecht erhalten haben.”

Die Lage ist weitgehend ruhig, nur in den Außenbezirken von Kisumu, der Hochburg des unterlegenen Kandidaten Raila Odinga, lieferten sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Bei den Protesten wurden am Samstag zwei Menschen erschossen.
Ein Anhänger Odingas erhebt schwere Vorwürfe: “Sie haben Willy Mutunga, den Obersten Richter Kenias, bestochen. Sie haben die Wahl gestohlen, das sieht jedes Kind. Sie haben gefälschte Papiere benutzt. Die Beweisstücke wurden veröffentlicht, wir können sie ihnen zeigen.”

Nach der letzten Wahl im Jahr 2007 wurden bei schweren Ausschreitungen mehr als 1200 Menschen getötet. Kenyatta soll die Unruhen damals zum Teil organisiert haben. Im Juli muss er sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten.