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Nordkorea droht weiter

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Nordkorea droht weiter

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Kein Tag vergeht ohne starke Worte aus Nordkorea. Nachdem zuletzt immer wieder militärische Schritte gegen Südkorea und die USA angedroht wurden, hat Machthaber Kim Jong Un nun den Industriepark Kaesong im Visier. Sollten die Provokationen des Nachbarlandes Südkorea nicht aufhören, werde man das Gelände schließen, hieß es. In Kaesong, einer Grenzstadt, sind 123 südkoreanische Firmen angesiedelt. Für einen Billiglohn arbeiten dort über 50.000 Nordkoreaner. Das gemeinsame Projekt ist das letzte Symbol der Kooperation zwischen den Nachbarländern. Wie ernst diese Drohung Kim Jong Uns zu nehmen ist, bleibt wieder einmal fraglich. Denn Nordkorea profitiert von dem Industriepark mehr als der Nachbar im Süden. Kaesong bringt den Nordlkoreanern Devisen. Außerdem nimmt das Regime den Arbeitern auch noch einen Teil ihres ohnehin schmalen Gehaltes ab. Sollte Kaesong tatsächlich geschlossen werden, sitzen hunderte südkoreanische Führungskräfte fest. Die Regierung in Seoul stellte jedoch klar, dass sie für die Sicherheit ihrer Landsleute sorgen werde.