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Jobs: Spuren von Silber am spanischen Horizont

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Jobs: Spuren von Silber am spanischen Horizont

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In Spanien waren im März 5,04 Millionen Menschen ohne Job – rund 5.000 weniger als im Monat zuvor, so das Arbeitsministerium. Das ist der erste monatliche Rückgang seit fünf Jahren. Trotzdem trifft die Arbeitslosigkeit immer noch etwa jeden vierten Spanier. Spanien steckt in der zweiten Rezession in nur drei Jahren und versucht, sich vom Platzen seiner Immobilienblase zu erholen.

Joaquín Espinosa, Madrid:

“Mal sehen, ob es wahr ist, dass die Arbeitslosigkeit nach unten geht. Dann kann es für uns nach oben gehen.”

Rosa Maria, Madrid:

“Die Arbeitslosigkeit nimmt trotzdem immer noch zu. Ich hoffe, es wird weniger, auch wenn wir bei 15 oder 20 Prozent hängen bleiben. Aber die Zahl muss runter. Die Lage hier ist sehr schlecht”.

Spanien dürfte in den kommenden Tagen seine Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) senken – es soll um ein Prozent schrumpfen statt um ein halbes – hieß es im Umfeld der Regierung. Auch das Haushaltsdefizit werde ein Drittel höher ausfallen:
2013 werde es vermutlich bei sechs Prozent des BIP landen – bisher war man von 4,5 Prozent ausgegangen.

Angebliche Gespräche über einen Aufschub, um das Haushaltsdefizit auf die im Euro-Stabilitätspakt vorgeschriebenen drei Prozent des BIP zu bringen, gebe es nicht, so Olivier Bailly, Sprecher der EU-Kommission.

Mit dpa, Reuters