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Kosovo-Serben weiter für Autonomie

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Kosovo-Serben weiter für Autonomie

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In Brüssel hat die als entscheidend angekündigte Runde für einen Durchbruch in der Kosovo-Krise begonnen.

Hashim Thaci, der Ministerpräsident des Kosovo traf dazu mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zusammen. Später traf Ashton sich mit dem serbischen Regierungschef Dacic. In den Gesprächen wollen alle drei Parteien eine Lösung für den jahrzehntelangen Konflikt in dem südosteuropäischen Land finden.

Im Kern geht es um die Rechte der serbischen Minderheit im Kosovo, das fast nur noch von Albanern bewohnt wird. Am Vortag hatten Pristina und Belgrad noch unvereinbare Forderungen formuliert. Unversönlich zeigen sich auch manche Einwohner Kosovos. Der Serbe Tomislav Kostic sagt:“Ich will kein Bürger des Kosovo werden, ich bin Serbe! Warten wir mal ab. Den Behörden in Pristina wollen wir jedenfalls nicht unterstellt werden, nur Serbien.”

Und so verlangt Belgrad für die serbische Minderheit in und um die Stadt Mitrovica denn auch weitgehende Autonomierechte. Damit aber sind die Albano-Kosovaren nicht einverstanden, so meint Adem Mripa:“Wenn die Serben Autonomie für sich wollen, sollen sie die doch erstmal den Albanern in Serbiens Süden geben oder den Bosniern oder den Ungarn im Norden Serbiens.”

Doch es gibt auch Fortschritte: trotz aller Differenzen akzeptiert Belgrad mittlerweile kosovarische Papiere, Bürger des Kosovo dürfen mit dem Auto die Grenze passieren. Nur eins verweigert Serbien bisher: die Anerkennung des Staates Kosovo.