Eilmeldung

Eilmeldung

Rekord-Arbeitslosigkeit in der Eurozone

Sie lesen gerade:

Rekord-Arbeitslosigkeit in der Eurozone

Schriftgrösse Aa Aa

Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern ist so hoch wie seit elf Jahren nicht – das heißt, solange der Euro überhaupt in Umlauf ist. Im Februar waren gut 19 Millionen Menschen ohne Job, 33.000 mehr als im Januar und knapp 1,8 Millionen mehr als im Jahr zuvor – Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Das bedeutet zwölf Prozent Arbeitslosenquote im Euroraum im Februar – auch das ist Rekord.

In den 27 Staaten der EU betrug die Arbeitslosenquote knapp 11 Prozent, 0,1 Punkte mehr als im Monat davor.

Chantal Hughes, Sprecherin der EU-Kommission, zuständig für Binnenmarkt und Dienstleistungen:

“Das ist eine Tragödie für Europa. Die Zahlen signalisieren, wie ernst die Krise in einigen Ländern der Eurozone ist. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten müssen alle verfügbaren Instrumente mobilisieren, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum zurückzukehren.”

Besonders schwierig ist die Lage
in den südeuropäischen Krisenländern. Griechenland und Spanien melden mehr als 26 Prozent Arbeitslose, in Portugal sind es 17,5 Prozent.

Ganz hart trifft es die Jungen: Mehr als die Hälfte der jungen Menschen unter 25 in Griechenland und Spanien sind ohne Job. In
Portugal und Italien ist es mehr als jeder Dritte. In der Eurozone sind es fast 24 Prozent – doppelt so viele wie in der Arbeitsbevölkerung insgesamt.

Deutschland meldete insgesamt 5,4 Prozent Arbeitslose, 7,7 Prozent bei den Jugendlichen.

Mit Reuters, dpa