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Venezuela sucht Nachfolger für Chavez

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Venezuela sucht Nachfolger für Chavez

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In Venezuela beginnt der offizielle Wahlkampf um die Nachfolge des am 5. März verstorbenen Hugo Chávez. Laut Verfassung wird am 14. April gewählt. Einbalsamiert, wie es seine Getreuen zunächst wollten, wird der im Alter von 58 Jahren an Krebs verstorbene Chavez nun doch nicht. Dafür wird aus dem Personenkult zu Chavez Lebzeiten ein geradezu religiös anmutender Kult der “ewigen Verehrung” mit Totenschreinen, in denen er als Heiliger, als neuer Christus verehrt wird. Sein von Chavez selbst erwählter Nachfolger Nicolas Maduro, der sich jetzt zur Wahl stellen muss, heizt diese Art von Totenkult auch im Wahlkampf an. Etwa mit dem Hinweis auf die Fenster des Präsidentenpalastes Miraflores, aus denen der Blick auf das Grabmal von Hugo Chavez falle. “Stellt euch vor”, fordert Maduro seine Anhänger auf, “ wer immer dieses Land in den nächsten 500 Jahren führen wird, wird sich an Chavez messen müssen, der ihm jeden Tag auf die Finger schaut.” Der Kandidat der Opposition, Henrique Capriles, bezeichnet Maduro als “schlechte Kopie” von Chavez, als den Mann, der nun von all den hinterlassenen Problemen besiegt werde, Problemen wie Gewalt, Inflation, Armut, Arbeitslosigkeit. Wörtlich: “Dieses große Paket von Problemen müssen wir bewältigen.” Vom neuen Präsidenten wird auch erwartet, den allgegenwärtigen Mangel zu beseitigen. Ein Einwohner von Caracas zählt auf, was es alles nicht gibt: Zucker, Milch, Hühnerfleisch, Brot, Mehl……..

Dazu kommt die hohe Kriminalität, deretwegen sich viele Bürger bei Dunkelheit nicht mehr auf die Straße wagen und Läden früher schließen. Es bleibe ihnen gar keine Wahl, sagt der Ladenbesitzer. Es werde nicht nur gestohlen, es wurden auch schon Menschen verletzt und sogar getötet. Selbst in der Hauptstadt Caracas zeigen schlechte Straßen, marode Gebäude und Müllhaufen, was alles im “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” des Hugo Chavez liegen geblieben ist.