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Ermittlungen gegen Prinzessin: Spanisches Königshaus überrascht

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Ermittlungen gegen Prinzessin: Spanisches Königshaus überrascht

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Das spanische Königshaus hat überrascht auf die Ermittlungen gegen Prinzessin Cristina reagiert. Das teilte ein Sprecher des Hofes mit. Der zuständige Richter habe bislang angegeben, es werde keine Untersuchungen gegen die Königstochter geben. Das Königshaus habe aber maximalen Respekt vor der Entscheidung der Justiz.

Nach Ansicht der Richters soll Cristina an den illegalen Geschäften ihres Ehemannes Inahi Urdangarin beteiligt gewesen sein. Oppositionsführer Alfredo Rubalcaba sagte: “Die Sozialistische Partei respektiert die Entscheidung. Wir respektieren die Entscheidung des Ermittlungsrichters, wie jeden anderen Beschluss der Justiz. Denn in Spanien sind alle Menschen gleich vor dem Gesetz.”

Gegen Cristinas Ehemann wird bereits seit Längerem ermittelt, der Fall wird von der spanischen Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt. “Ich dachte sie werde nicht verdächtigt, weil sie die Prinzessin ist”, so eine Frau. “Aber wenn sie schuldig ist, sollte sie auch Verantwortung übernehmen.” Und ein Passant meint: “Es ist logisch, dass gegen sie ermittelt wird, wegen ihrer Beziehung zu Urdangarin. Es ist klar, dass man sie verdächtigt.”

Der Ermittlungsrichter lud Prinzessin Cristina für den 27. April zu einer Vernehmung vor. Ihrem Ehemann Urdangarin wird vorgeworfen, Steuergelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben.