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Homo-Ehe: Senat als letzte Hürde

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Homo-Ehe: Senat als letzte Hürde

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Nachdem die französische Nationalversammlung im Februar den Gesetzentwurf zur Ehe von Schwulen und Lesben billigte, diskutiert seit diesem Donnerstag der Senat dieses Thema. Auf den Straßen der Republik reißen die Demonstrationen unterdessen nicht ab. Wieder gingen Gegner und Befürworter auf die Straße.

“Wenn die Homo-Ehe zugelassen wird, kommt als nächstes das Recht auf künstliche Fortpflanzung”, meint eine Frau. “Ich will dieses Gesetz nicht. Es ist eine Lüge, es verfälscht die Abstammung der Menschen.”

Justizministerin Christiane Taubira brachte die Neuregelung am Donnerstag im Senat ein. Dieser ist die letzte parlamentarische Hürde. Der Entwurf umfasst für homosexuelle Paare das Recht auf Eheschließung und Adoption. Da die regierenden Sozialisten im Senat anders als in der Nationalversammlung keine eigene Mehrheit haben, sind sie auf Stimmen anderer Parteien angewiesen.