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Geldnot treibt italienisches Ehepaar in den Selbstmord

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Geldnot treibt italienisches Ehepaar in den Selbstmord

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Sie sahen keinen Ausweg mehr. Ein italienisches Ehepaar wurde am Freitag in der Kleinstadt Civitanova leblos aufgefunden. Lediglich 500 Euro pro Monat hatten der 62 Jahre alte Romeo Dionisi und seine sechs Jahre ältere Gattin Anna zur Verfügung. Als sie nicht mehr über die Runden kamen, hängten sie sich in der Garage ihres Wohnhauses auf.

“Das waren ganz ruhige, normale Leute”, so ein Nachbar. “Seit anderthalb Jahren waren sie in finanziellen Schwierigkeiten. So geht es vielen Menschen in unserem Land. Die kleinen Renten, Schwarzarbeit und die niedrigen Löhne machen vieles kaputt. Diese Familie wurde ruiniert – trotz des Geldes, das sie sich geliehen hatte.”

Dionisi gehörte zu den Opfern einer Reform, die vor 16 Monaten aufgrund einer Anhebung des Rentenalters plötzlich ohne Pensionsanspruch dastanden.
Als der Bruder der Frau vom Selbstmord der beiden erfuhr, stürzte sich der 73-Jährige in die Adria. Retter zogen den Mann aus dem Wasser, konnten ihn jedoch nicht wiederbeleben.