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Offshore-Leaks: Der "Tsunami" für die Steueroasen

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Offshore-Leaks: Der "Tsunami" für die Steueroasen

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Das “Datenleck” der Offshore-Leaks-Affäre ist 160 Mal größer als bei Wikileaks vor drei Jahren. Die 2,5 Millionen Unterlagen zu Steueroasen sollen etwa 130 000 “Nutznießer” betreffen. Doch das gesamte Ausmaß ist noch nicht absehbar, wie das Beispiel der Schweiz zeigt:

Catherine Boss, Redakteurin der “Sonntagszeitung”:

“Es ist ein Anfang. Wir haben vielleicht zehn Prozent angeschaut von dem was über Schweizer Geschäftsmänner und -frauen drin ist. Und wir werden da weiterarbeiten.”

Michael Hudson stand an der Spitze der Enthüllungen. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie die Reichen und Mächtigen ihre Steuerpflicht “umschiffen”.

Michael Hudson, ICIJ Washington:

“Die Superreichen haben viele Möglichkeiten, ihre Finanzen zu regeln. Der Normalbürger hingegen hat kaum eine Wahl. Der Normalbürger ist es, der entweder mehr zur Kasse gebeten wird oder auf mehr verzichten muss, weil er in seinem Heimatland vom Fiskus geschröpft wird.”

Frankreich Präsident Francois Hollande ist einer derjenigen, den die bisherigen Enthüllungen am härtesten treffen. Unter den bekanntesten Namen auf der Offshore-Leaks-Liste findet sich der seines ehemaligen Wahlkampfmanagers Jean-Jacques Augier. Er soll Anteile an Firmen halten, die ihren Sitz auf den Kaimaninseln haben.