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Wahlkampf in Venezuela: Kandidaten "unter Strom"

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Wahlkampf in Venezuela: Kandidaten "unter Strom"

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Es ist ein Wahlkampf mit harten Bandagen. Neun Tage vor der Wahl des neuen Präsidenten Venezuelas hagelt es Vorwürfe. Interimspräsident und Favorit Nicolas Maduro bezichtigt seine politischen Gegner, die Energieversorgung im Land zu sabotieren. Sie seien verantwortliche für die Stromausfälle der letzten Tage.

Nicolas Maduro, Venezuelas Interimspräsident:

“Diese rücksichtslosen Oppositionellen aus dem rechten Lager wollen für einen kompletten Blackout sorgen. Wenn das geschieht, werde ich entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ich werde die Armee und die Menschen dazu aufrufen, Widerstand zu leisten und zu kämpfen.”

Maduro wolle nur davon ablenken, dass das Stromversorgungsnetz marode sei und zu wenig darin investiert werde, kontert Maduros Gegenkandidat Henrique Capriles. Außerdem verspricht er, der Korruption im Lande einen Riegel vorzuschieben:

Henrique Capriles, oppositioneller Präsidentschaftskandidat:

“Jeder einzelne Korruptionsfall, der auf diese Regierung zurückgeht, sollte uns darin bestärken zu kämpfen.”

19 Millionen wahlberechtigte Venezolaner werden am 14. April entscheiden, ob Capriles oder Maduro die Nachfolge von Hugo Chavez antreten werden. Der ist vor einem Monat seinem Krebsleiden erlegen. Maduro war sein Wunschkandidat.