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Mexiko würdigt Opfer des Drogenkriegs mit einem Denkmal

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Mexiko würdigt Opfer des Drogenkriegs mit einem Denkmal

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In einem Park in Mexiko-Stadt ist ein Denkmal für die zahlreichen Opfer des mexikanischen Drogenkriegs eingeweiht worden. Das knapp zwei Millionen Euro teure Mahnmal wurde vornehmlich aus beschlagnahmten Geldern der Drogenkartelle finanziert. Auf den großen Stahlwänden können die Besucher Nachrichten hinterlassen. Nicht nur die Toten sondern auch die Hinterbliebenen sollen gewürdigt werden.

Mexikos Innenminister, Miguel Angel Osorio Chong, sagte: “Es hätte niemals einen Anlass, einen Grund geben sollen, dieses Denkmal zu errichten. Niemand, keine Familie sollte um einen Angehörigen trauern, der einer Gewalttat zum Opfer gefallen ist.”

Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen sechs Jahren mehr als 70.000 Menschen getötet. Rund 26.000 gelten als vermisst. Yolandas Neffe ist einer von ihnen: “Auf wessen Hilfe können wir schon zählen? Wir kennen keine Sicherheit. Die Behörden sagen immer, dass sie ermitteln werden, aber sie machen nichts.”

Das Monument stößt auch auf Kritik bei den Angehörigen. Viele wollen kein Denkmal sondern Gerechtigkeit. Es wird auch bemängelt, dass die Namen der Opfer nicht auf den Stahlwänden vermerkt sind.