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Ägypten: Demonstranten versuchen Obersten Gerichtshof zu stürmen

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Ägypten: Demonstranten versuchen Obersten Gerichtshof zu stürmen

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Es begann mit einem Marsch durch die ägyptische Hauptstadt: Rund 500 Menschen haben am Samstag in Kairo gegen die Regierung von Präsident Mursi protestiert.

Vor dem Obersten Gerichtshof kam es dann zu Zusammenstößen mit der Polizei: Die Demonstranten bewarfen die Beamten mit Feuerwerkskörpern und versuchten das Gerichtsgebäude zu stürmen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Gruppe zu zerstreuen.

Die Proteste sind Teil eines viertägigen Demonstrationsmarathons gegen die islamistische Regierung, zu dem die Opposition aufgerufen hat.

Derweil starben fünf Menschen in der Nacht zu Samstag bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen in der Stadt Chusus, nahe Kairo. Mindestens acht Menschen wurden verwundet.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte erklärten, christliche Kinder hätten ein muslimisches Institut beschmiert. Danach sei es zu den Ausschreitungen gekommen.

Ein Christ meint: “Unsere Botschaft an die Behörden ist, dass Christen und Muslime auf der gleichen Seite stehen. Und was durch einen Riss zwischen ihnen passiert ist, sollte nicht aufgeblasen werden. Wir sind alle erschöpft.”

Die Spannungen zwischen Christen und Muslimen haben sich verschärft, seit Präsident Mursi an der Macht ist und die Islamisten noch größeren Einfluss erlangt haben.

Der Euronews-Reporter berichtet: “Trotz der Toten und Verletzten – Christen und Muslime in Chusus behaupten, ein Streit zwischen einer christlichen und einer muslimischen Familie sei eskaliert. Der Vorfall habe nichts mit konfessionellen Ausschreitungen zu tun – in einer Zeit, in der Ägypten versucht die Wunden zu heilen und Einigkeit zu erzielen.”