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Auftakt zur Präsidentschaftswahl in Montenegro

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Auftakt zur Präsidentschaftswahl in Montenegro

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In Montenegro wird gewählt. Gut eine halbe Million Bürger können zwischen Amtsinhaber und Regierungskandidat Filip Vujanovic und dem Oppositionsvertreter Miodrag Lekic entscheiden. Vujanovic geht als klarer Favorit ins Rennen, er ist der mit Abstand
beliebteste Politiker im Land.

Im Wahlkampf versprach der 58-Jährige die Bemühungen Montenegros, um einen Beitritt zur Europäischen Union voranzutreiben. Brüssel fordert von dem Balkanland vor allem entscheidende Maßnahmen gegen das organisierte Verbrechen und die grassierende Korruption. Sein Herausforderer Lekic wirft den seit über zwei Jahrzehnten regierenden Sozialisten vor, sich durch Korruption bereichert zu haben.

Passanten in Podgorica, der Hauptstadt des Landes, sind geteilter Meinung: “Filip Vujanovic ist der Einzige, der es verdient. Er arbeitet für Montenegro. Der zweite Kandidat ist ein schwieriger Mann.” Ein anderer meinte: “Nun, ich glaube, dass Lekic Montenegro versöhnen und die Lebensbedingungen der Menschen verbessern könnte. Vujanovic ist schon so lange an der Macht und hat nichts getan.” Ein Mann klagte: “Viele Menschen sind unzufrieden. Wir leben in einer geteilten Gesellschaft, es gibt keine Mittelklasse. Viele arme Menschen durchwühlen die Mülleimer auf der Suche nach Essen. Es ist traurig, dass es so etwas noch im 21. Jahrhundert gibt. Wir sprechen zu sehr über Demokratie und Wohlstand, das ist nicht gut.”

Die wirtschaftliche Lage in Montenegro ist schlecht, die Arbeitslosenrate liegt derzeit bei rund 20 Prozent.