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Parkplatznot mit System: Der Albtraum von Washingtons Autofahrern

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Parkplatznot mit System: Der Albtraum von Washingtons Autofahrern

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In Washington DC, wo sich alles um Macht dreht, haben die Parkschein-Kontrolleure eine ganze Menge davon: Parksünder, die die bezahlte Zeit ein bisschen überschritten haben, können locker mal ein Knöllchen von 100 Dollar bekommen. Oder ihr Auto wird gleich abgeschleppt – auf ihre Kosten natürlich. Nur am Sonntag ist das Parken gratis.

Die leidgeprüften Parksünder können ein Lied davon singen: “100 Dollar hier auf dem Strafzettel -ich denke, die Stadt braucht Geld…”

“Parkplätze sind teuer, schwer zu finden, und in einer Tiefgarage zahlt man im Zentrum mindestens 17 bis 20 Dollar.”

Der Albtraum der Autofahrer habe System, meint nicht nur der Automobilverband – schließlich bringe das der Stadt eine Menge Geld ein: “Es ist so drakonisch und boshaft, weil die Stadt weiß, sie muss keinen Parkraum zur Verfügung stellen, sie will das gar nicht, denn sie kann daraus Millionen Dollar ziehen”, klagt John Townsend von der American Automobile Association.

Dem Verband zufolge stellten die Polizisten im vergangenen Jahr Strafzettel für Falschparken im Wert von über 92 Millionen Dollar aus. Experten halten die Lage für schlimmer als in größeren Städten wie New York oder Los Angeles.

Das Fazit unseres Washington-Korrespondenten: “Washington DC zu besuchen, ist großartig, Autofahren hier hingegen deutlich weniger. Und Parken ist ein einziges Ärgernis. Das Beste ist, man nimmt ein Taxi.”