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Barbusiger Frauen-Protest überschattet Putin-Besuch


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Barbusiger Frauen-Protest überschattet Putin-Besuch

Der Besuch der Messe in Hannover des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist von einer Protestaktion der Feministinnengruppe “Femen” überschattet worden. Die barbusigen Frauen bezeichneten Putin unter anderem als “Diktator”. Dieser nahm es gelassen, die Aktion habe ihm gefallen, so Putin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies noch einmal auf das Recht auf Meinungsfreiheit:

“Motivierte Menschen, die auch für den wirtschaftlichen Fortschritt arbeiten, sollten auch sehr selbstbewusste Menschen sein, die über ihre Gesellschaft eine eigenständige Meinung haben und dazu dazu gehört Pressevielfalt, dazu gehört Gesellschaftsvielfalt.”

Bei dem Treffen zwischen Merkel und Putin ging es auch um den derzeitigen Konflikt mit Nordkorea.

Putin sagte, er wolle nicht verbergen, dass man sich Sorgen wegen der Eskalation auf der koreanischen Halbinsel mache. Russland sei schließlich Nordkoreas Nachbar. Sollte tatsächlich etwas geschehen – Gott bewahre – dann könne Tschernobyl wie ein Märchen für Kinder aussehen.

Merkel forderte Putin erneut auf, die Arbeit ausländischer Stiftungen und von Nichtregierungsorganisationen in Russland nicht weiter zu stören. Sie zeigte sich besorgt über die jüngsten Razzien.

Putin betonte, es gehe ihm um eine Kontrolle der Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen aus dem Ausland. Gesetze wie das russische gebe es auch in anderen Ländern, etwa in den USA.

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