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Montenegro: Wer hat gewonnen?

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Montenegro: Wer hat gewonnen?

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In Montenegro reklamiert die Opposition bei der Wahl des Staatsoberhaupt den Sieg für sich. Aber auch der Regierungskandidat will gesiegt haben. Die Entscheidung dürfte sich noch Tage hinziehen

Überraschung bei der Wahl in Montenegro: Der
eigentlich als aussichtslos eingeschätzte Oppositionskandidat Miodrag Lekic (65) hat seinen Sieg verkündet. Nach Auszählung
von 92 Prozent der abgegebenen Stimmen habe er 50,5 Prozent erreicht, berichtete sein Wahlstab in Podgorica. Der favorisierte langjährige
Amtsinhaber Filip Vujanovic (58), der für die sozialistische Regierung angetreten war, habe nur 49,5 Prozent erreicht.

Der seit 2003 amtierende Vujanovic verkündete dagegen ein gegenteiliges Ergebnis. Er habe mit 51,3 Prozent den Sieg errungen, verkündete er unter dem Jubel seiner Anhänger. Dem Ergebnis liege die Auszählung aller abgegebenen Stimmen zugrunde. Eine Entscheidung gab es am Sonntagabend nicht, weil unabhängige Zählungen oder Prognosen nicht vorlagen.

Am Ende dürfte die Auszählung der staatlichen
Wahlkommission den Ausschlag geben. Ob die Kommission das Ergebnis an diesem Montag vorlegen wird, war zunächst offen. Die Wahl galt als Kräftemessen zwischen den seit über 20 Jahren
regierenden Sozialisten (DPS) und der traditionell zerstrittenen Opposition, die sich erstmals auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hatte. Die Oppositionsparteien hatten den Behörden
vorgeworfen, in großem Stil Manipulationen am Wählerverzeichnis vorgenommen zu haben. Auch sei für Stimmen gezahlt worden. Die Regierung hatte das als falsch zurückgewiesen.