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Neue Vogelgrippe im Visier von Experten

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Neue Vogelgrippe im Visier von Experten

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Für die Weltgesundheitsorganisation besteht beim neuen Vogelgrippe-Virus in China kein Grund zur Panik.
Es gebe keinen Beweis, dass sich das Virus H7N9 auch von Mensch zu Mensch überträgt. Bisher wurden 21 Menschen in Shanghai und Umgebung infiziert, sechs von ihnen starben. Der Vorsitzende der zuständigen chinesischen Gesundheitskommission Liang Wannian erklärte in Peking, der neue Ausbruch der Vogelgrippe sei durch einen neuen Typ Virus augelöst worden, der von Vögeln weitergegeben werde. Das Virus sei dabei, sich zu verbreiten. Bislang gebe es aber keinen Beweis, dass es sich von Mensch zu Mensch übertrage.

Die Weltgesundheitsorganisation kündigte an, ein Expertenteam in die betroffene Region zu schicken. Es gebe jedoch keinen Grund zur Panik, meint ihr Vertreter in China Michael O’Leary: “Die WHO hält bisher weder großangelegte Vorsorgeuntersuchungen, noch Reise- oder Handelsbeschränkungen für angebracht.”

Mehrere chinesische Krankenhäuser wurden vorsorglich in Alarmbereitschaft versetzt. Sie sollen die nötigen Medikamente in großen Mengen lagern.

Vor zehn Jahren hatte der Vogelgrippe-Erreger H5N1 weltweit mehr als 600 Menschen infiziert, von ihnen starben 371 Patienten. Ob das neue Virus das
Potenzial für eine große Epidemie hätte, ist völlig unklar.