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Nicolás Maduro, der Wahlkämpfer

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Nicolás Maduro, der Wahlkämpfer

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Nicolas Maduro stand seit vielen Jahren als treuer Freund an der Seite von Hugo Chavez. Da ist es nur logisch, dass er sich jetzt als der legitime Erbe seines charismatischen Mentors präsentiert, der auch Chavez´ Idee vom “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” weiterführen will. Der Busfahrer hatte seine Polit-Karierre vor 13 Jahren in der Gewerkschaft begonnen. Nach Chavez´ Tod versicherte er, er werde den von Chavez erteilten Auftrag ausführen, und zwar aus tiefstem Herzen. Wörtlich: “ Ich bin zwar nicht Chavez, aber ich bin sein Sohn und wir alle zusammen mit dem Volk, wir sind Chavez.” Nicolas Maduro genos das volle Vertrauen seines politischen Ziehvaters. Seit 20 Jahren schon hielt er auch in schwierigen Momenten zu Hugo Chavez. Als Chavez krank wurde, erwählte er Maduro zu seinem Sprecher, der das Volk in seinem Sinne zu informieren hatte. Als Hugo Chavez am 10. Oktober die Präsidentenwahl gewann, belohnte er Maduros Treue mit dem wichtigen Posten des Vizepräsidenten.

Und als sich Chavez´ Gesundheitszustand weiter verschlechterte, da erklärte er am 9. Dezember unter dem Bild von Simon Bolivar – dem Stammvater der südamerikanischen Republiken: “Es ist meine feste Μeinung, dass ihr Nicolas Maduro zum Präsidenten der ´Bolivarischen Republik Venezuela´ wählen sollt. Darum bitte ich euch aus tiefstem Herzen.” Maduro hält sich in seinem Wahlkampf ganz an den Stil seines großen Vorbildes – auch wenn er dafür von politischen Gegnern als “schlechte Kopie von Chavez” bezeichnet wird. Seine Verehrung reicht bis zu mystischen Vergleichen. Er spricht zum Wahlkampfauftakt von einem Vogel, der singend um ihn herumgeflogen sei, was er als Segnung des “Comandante Hugo Chavez” verstanden habe. In diesem tief katholischen Land denken die gläubigen Menschen bei so einem Satz natürlich an die Taube, die den heiligen Geist verkörpert…