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Tumulte bei Prozess gegen mutmaßliche Verschwörer in Istanbul

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Tumulte bei Prozess gegen mutmaßliche Verschwörer in Istanbul

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Bei der Fortsetzung des “Ergenekon”-Prozesses gegen mutmaßliche Verschwörer in der Türkei hat es derartige Tumulte gegeben, dass die Sitzung vertagt wurde.

Mehrere tausend Demonstranten hatten sich seit dem Morgen vor dem Gefängnis- und Gerichtsgebäude bei Istanbul versammelt. Als einige die Absperrungen durchbrachen, ging die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas dazwischen. Die Demonstranten warfen Steine zurück. Das Reizgas wurde vom Wind sogar bis in den Gerichtssaal getragen.

Wegen des Tumults begann die Verhandlung über zwei Stunden später und wurde sofort auf Donnerstag verschoben, da die Sicherheit nicht gewährleistet sei.

Zu den knapp dreihundert Angeklagten gehören der frühere Generalstabschef Ilker Basbug, weitere Armeeangehörige, Politiker und Journalisten. Den mutmaßlichen Mitgliedern des Geheimbundes Ergenekon wird eine Verschwörung zum Sturz der Regierung Erdogan vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht ihnen lebenslange Haft. Der Prozess ist eins von mehreren Justizverfahren der Regierungspartei AKP gegen Armeemitglieder.