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Keine Regierung - und auf der Suche nach einem neuen Staatschef

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Keine Regierung - und auf der Suche nach einem neuen Staatschef

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Eine Regierung haben sie sechs Wochen nach der Parlamentswahl noch nicht zustandegebracht, und jetzt müssen sich die Parteien in Italien zusätzlich noch auf die Wahl des nächsten Präsidenten verständigen. Der Chef der Linken, Pier Luigi Bersani, traf an diesem Dienstagabend Silvio Berlusconi vom Mitte-Rechts-Bündis, um die Lage zu sondieren. Am 18. April beginnt in den beiden Parlamentskammern die Auswahlprozedur, bis zum Ende vom Mandat des scheidenden Präsidenten Napolitano am 15. Mai muss ein Nachfolger gefunden sein.

Man sei bereit, sich auf einen Kandidaten zu verständigen, der nicht einen großen Teil der Wähler (sprich die eigenen) verprelle, erklärte der Generalsekretär der Berlusconi-Partei.

Diese bietet an, eine linke Regierung zu unterstützen, wenn sie im Gegenzug das Staatsoberhaupt auswählen kann – ein Deal, dem die Linken misstrauen.

Die Abgeordneten der Fünf-Sterne-Bewegung, die jedwede Koalition ablehnt, prangerten derweil an diesem Dienstag mit Überstunden im Parlament an, dass immer noch keine neuen Parlamentsausschüsse gebildet wurden, obwohl die gewählten Abgeordneten doch feststehen – auch ohne neue Regierung.