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Nordkorea warnt Ausländer in Südkorea vor möglichem Krieg

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Nordkorea warnt Ausländer in Südkorea vor möglichem Krieg

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Weitere Eskalation im Konflikt mit Nordkorea: Nach seiner Kriegsdrohung hat das Regime in Pjöngjang jetzt Ausländer aufgefordert, Südkorea zu verlassen. Man wolle verhindern, dass Ausländern im Kriegsfall etwas passiert, hiess es. Nordkorea lässt inzwischen auch keine Arbeiter aus dem eigenen Land mehr in den gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industriepark in Kaesong – das erste Mal seit
der Eröffnung des grenznahen Komplexes 2004. Ausländer in Seoul machen sich bislang wenig Sorgen. Eine Studentin aus Kambodscha sagt, sie habe keine Angst, es werde wohl kein Krieg ausbrechen. Ihre Familie und ihre Freunde seien allerdings sehr besorgt.

Professor Todd Holoubek aus den USA lehrt an der Universität Seoul. Er meint, die Aufforderung aus Pjöngjang sei einmal mehr ein Schritt in Richtung einer Linie, die sich ständig verschiebe, bis endgültig etwas passiere. Bisher habe es viele Gesten und Worte gegeben. Aber es sei nun wohl ein weiterer Schritt hin zu dieser Linie.

Indes reisen Arbeiter aus China weiter nach Nordkorea. Die jüngste Ankündigung kam wenige Tage nach der Empfehlung Nordkoreas an ausländische Botschaften in Pjöngjang, ihre Botschaftsgebäude zu räumen. Trotz der Warnungen vor möglichen Gefahren waren die ausländischen Diplomaten und ihre Mitarbeiter in Pjöngjang geblieben. Die sieben EU-Staaten mit Botschaften in Nordkorea, darunter auch Deutschland, wollen ihre Diplomaten auch weiterhin nicht abziehen.