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Proteste überschatten Sargsjans Amtseid

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Proteste überschatten Sargsjans Amtseid

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Tausende Armenier haben in Jerewan gegen eine neue Amtszeit des Präsidenten Sersch Sargsjan demonstriert. Die Oppositionsanhänger warfen ihm Wahlbetrug vor. Laut europäischen Beobachtern wurde bei der Abstimmung vom 18. Februar zwar nicht manipuliert, allerdings kritisierten sie den fehlenden Wettbewerb unter den Kandidaten.

Die Demonstranten in Jerewan erinnerten an die gewaltsamen Auseinandersetzungen 2008, als der umstrittene Präsident zum ersten Mal gewählt wurde. Dabei kamen acht Aktivisten und zwei Polizisten ums Leben.

Bei der Präsidentenwahl wurde Sargsjan mit fast 60 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Bei seiner Amtseinführung erklärte er, der wirtschaftliche Fortschritt sei eine Priorität seines zweiten Mandats. Außerdem wolle er das Problem Bergkarabach angehen: Armenien und Aserbaidschan streiten seit Jahren um die selbst ernannte Republik.

Sein Herausforderer Raffi Hovanissian hatte bei der Wahl knapp 37 Prozent der Stimmen erhalten. Hovanissian wollte im März mit einem Hungerstreik ein Geständnis des Präsidenten erzwingen, wonach die Wahl gefälscht sei. Er forderte den neu gewählten Präsidenten auf, zurückzutreten.