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Roma leben weiterhin in großer Armut

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Roma leben weiterhin in großer Armut

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Schätzungsweise zehn Millionen Roma gibt es in Europa, die meisten von ihnen leben in schier unvorstellbarer Armut in Ost- und Südosteuropa. Amnesty International rief in Brüssel zu EU-weiten Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse auf. “Die Lage der Roma-Bevölkerung hat sich leider nicht verbessert”, stellt Nicolas Beger von der Menschenrechtsorganisation fest, “zwar gibt es auf EU-Ebene Bemühungen, doch die Mitgliedsstaaten tun diesbezüglich wenig.” Erhebungen zufolge sind 80 Prozent der Roma-Angehörigen von bitterer Armut bedroht. “Roma werden überall diskriminiert, im Bus, auf der Straße”, klagt Claudia Greta. “Das gilt auch für die Schule. Roma bekommen keine Jobs, weil sie Roma sind.” Erst vor Wochen sorgte die verstärkte Zuwanderung von bulgarischen und rumänischen Staatsangehörigen, darunter viele Roma, in Deutschland für Schlagzeilen. Städte und Kommunen haben Schwierigkeiten mit der Armutseinwanderung. “Nach dem Ende des Kommunismus verloren sie ihre Jobs, weil die Fabriken, in denen sie arbeiteten, geschlossen wurden”, erläutert Henry Scicluna vom Europarat. “Sie konnten ihre Mieten nicht bezahlen, sie wurden vertrieben. Viele der Hütten, in denen Roma heute leben, entstanden, weil diese Menschen mit den politischen Veränderungen alles verloren haben.”