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Trotz Kritik: Iran will mehr Uran

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Trotz Kritik: Iran will mehr Uran

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Die iranische Regierung hat eine neue Uran-Mine und -anlage eröffnet. Anlass ist der so genannte Atomtechnologietag, der jährlich gefeiert wird. Weder die Mine noch die Umwandlungsanlage sind für den Iran ein technischer Durchbruch. Stattdessen scheint es der Regierung um eine Machtdemonstration zu gehen: Die Eröffnung erfolgte kurz nach dem Scheitern der Atomgespräche mit den fünf Veto-Mächten und Deutschland in Kasachstan. Die Weltmächte verdächtigen den Iran, an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran lehnt jede Einmischung von außen ab.

Der stellvertretende Parlamentssprecher Mohammad Reza Bahonar betonte, er habe nichts gegen Verhandlungen, solange diese interaktiv und fair seien, sowie auf Gegenseitigkeit beruhten.

In der neuen Umwandlungsanlage sollen jährlich 60 Tonnen Uran zu Yellow Cake verarbeitet werden, das danach in anderen Anlagen angereichert werden kann.

Der iranische Präsident Machmud Achmadinedschad erklärte öffentlich: Der Iran sei nun ein Land mit Atomtechnologie, was niemand mehr verhindern könne. Teheran betont, es nutze die Technolgie zu friedlichen Zwecken, wie zum Beispiel um Medikamente herzustellen.

Von der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien gab es zunächst keine Reaktion. Allerdings sind die neuen Anlagen nicht meldepflichtig, da sie nur Vorstufen zur eigentlichen Uran-Anreicherung sind.