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Britisches Unterhaus würdigt Margaret Thatcher

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Britisches Unterhaus würdigt Margaret Thatcher

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Das britische Unterhaus hat in einer eigens einberufenen Sondersitzung während der eigentlichen Osterpause die verstorbene ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher gewürdigt.

Der konservative Regierungschef David Cameron hob hervor, dass es seinerzeit schwierig für eine Frau gewesen sei, überhaupt Abgeordnete zu werden, nahezu unmöglich, die Konservativen anzuführen und undenkbar, Premierministerin zu werden. Thatcher habe alle drei Jobs gemacht.

In einer Anekdote merkte er an, dass ihre Karriere durchaus einen anderen Weg hätte nehmen können. In den späten 40er-Jahren, vor dem Beginn ihrer politischen Laufbahn, habe Margaret Roberts sich einmal bei einem Chemie-Unternehmen beworben. Die Personalabteilung habe sie abgewiesen. Mit der Begründung, diese Frau sei eigensinnig, dickköpfig und auf gefährliche Art rechthaberisch.

Oppositionsführer Ed Miliband von der Labour-Partei gab sich etwas kritischer: Der Premierminister, sein Stellvertreter und er selbst seien in den 80er-Jahren gerade erwachsen geworden. Man habe seinen politischen Standpunkt daran festgemacht, ob man für oder gegen Thatcher gewesen sei. Es sei fair zu sagen, dass sie alle unterschiedliche Richtungen eingeschlagen hätten. Auch 30 Jahre später streite man noch über Thatchers Vermächtnis.

Die als “Eiserne Lady” bezeichnete Politikerin war am Montag den Folgen eines Schlaganfalls erlegen. Sie soll am kommenden Mittwoch mit militärischen Ehren und einer Zeremonie in der Londoner St. Pauls Kathedrale zu Grabe getragen werden. Auch das sorgt in Großbritannien für erhitzte Debatten.