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IWF: Schleusen auf für die Geldflut

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IWF: Schleusen auf für die Geldflut

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in einer eigens angefertigten Analyse festgestellt, dass die expansive Geldpolitik der Notenbanken keine nennenswerten Inflationrisiken birgt.

Kritiker hatten vor einem Währungskrieg gewarnt, seit Japan ankündigte, seine Währung absichtlich in die Inflation zu treiben, um seine Exporte zu fördern. Führende chinesische Ökonomen forderten daraufhin von der chinesischen Zentralbank Vergeltungs-Maßnahmen.

Andere hatten bemängelt, dass die Zentralbanken letzten Endes dazu benutzt würden, Staaten zu finanzieren. Das sei das Ende der unabhängigen Zentralbanken.

Stimmt nicht, so die IWF-Analyse. Starke Zentralbanken könnten auch bremsen, wenn nötig.

Jörg Decressin, IWF Research Department:

“Das hat natürlich als Konsequenz, dass man heute, wenn die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist – durchaus eine sehr stimulative Geldpolitik fahren kann – ohne dass man sich große Sorgen machen muss, dass es zu einer starken Erhöhung der Inflation kommt.”

In den USA erwarten mehr und mehr Finanzexperten, dass mit der wirtschaftlichen Erholung auch die Noternbank Fed im Laufe des Jahres mit dem Gelddrucken aufhört. Das scheinen die IWF-Aussagen auszuhebeln.

Stefan Grobe, euronews:

“Mit seiner Bemerkung zur Inflation hat der IWF die Latte hoch gelegt für den World Economic Outlook, der nächste Woche veröffentlicht wird, wenige Tage vor den Frühjahrstreffen von IWF und Weltbank.”

Mit dpa