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Japan richtet Raketen auf Nordkorea

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Japan richtet Raketen auf Nordkorea

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Japan ist gerüstet: Wegen der Drohungen aus Nordkorea hat die Regierung in Tokio unter anderem Raketenabwehrsysteme vor dem Verteidigungsministerium aufbauen lassen, und auch andernorts wurden in den vergangenen Stunden und Tagen Boden-Luft-Geschütze. Sie alle zeigen nach Nordkorea.

Einzelheiten über die Verteidigungsstrategie wollte Ministerpräsident Shinzo Abe nicht preisgeben. Er sagte nur, die japanische Regierung sei zu 100 Prozent bereit, das Leben und die Sicherheit der Japaner zu beschützen. Verteidigungsminister Onodera sei entsprechend angewiesen worden.

Insgesamt war von den Verteidigungsmaßnahmen in Tokio aber wenig zu sehen, nur ab und an konnten Passanten einen Blick auf die Patriot-Raketen erhaschen.

Eine junge Frau, die am Verteidigungsministerium vorbeilief, meinte, diese Raketen hier in Tokio so nahe zu sehen, mache ihr Angst, es laufe ihr kalt den Rücken herunter. Ein anderer Passant sieht es gelassen, Nordkorea werde wohl kaum angreifen, sagt er.

Japanische Medien spekulierten, dass Nordkorea im Laufe der Woche und womöglich noch an diesem Mittwoch eine Mittelstreckenrakete von Typ Musudan abfeuern könnte. In ihrer Reichweite liegt auch Japan.

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