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Lage auf koreanischer Halbinsel bleibt angespannt

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Lage auf koreanischer Halbinsel bleibt angespannt

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Dandong, der wichtigste Grenzübergang zwischen Nordkorea und China. Normalerweise reisen hier Touristen nach Nordkorea ein, doch jetzt ist der Grenzübergang verwaist – Pjöngjang hat ihn bis auf Weiteres geschlossen, lediglich Geschäftsleute haben noch das Recht ihn zu nutzen.

Nach der Warnung Nordkoreas, Ausländer mögen doch besser Südkorea verlassen, damit sie nicht in einen – wie es hiess – “thermonuklearen Krieg” geraten, herrscht dennoch Gelassenheit in Seoul.

Eine Studentin aus Moskau meint, die russischen Botschaften sowohl in Süd- wie auch in Nordkorea seien nicht besorgt über die Situation auf der koreanischen Halbinsel. Nach ihrer Empfehlung könnten Russen ruhig da bleiben. Selbst wenn etwas geschehen würde, evakuiere Russland seine Staatsbürger umgehend.

“Meine Mutter hat wirklich Angst”, sagt eine junge Italienerin, “sie ruft mich zweimal am Tag an. ‘Meinst du das ernst’, fragt sie dann, ‘du willst nicht nach Italien zurück kommen?’ Ich denke, das sagt sie nur, weil sie nicht hier ist.”

In Südkorea gehen indes die Proteste gegen das Regime von Kim Jong Un weiter. Nach südkoreanischer Einschätzung könnte Nordkorea noch in dieser Woche eine
Mittelstreckenrakete von einer mobilen Startrampe von der Ostküste
abfeuern. Technisch ist das kommunistische Land imstande, eine Rakete mit einer geschätzten Reichweite von bis zu 4000 Kilometern zu starten.