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Workshop für Teenager gegen die Spielsucht

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Workshop für Teenager gegen die Spielsucht

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Je stärker die Krise, desto größer die Spielleidenschaft. Der europäischen Glücksspielindustrie geht es prächtig. Ein Markt, der sich zunehmend ins Internet verlagert, für jedermann zugänglich, auch für Minderjährige, die sich besonders schnell von der Spielsucht anstecken lassen. Deswegen ist Vorsorge angesagt. Zum Beispiel in Form von Workshops, wie hier im norditalienischen Trient. Ein Arzt und ein Mathematiker klären auf.

“In Italien ist die Teilnahme an Glücksspielen unter 18 Jahren verboten”, erklärt Kursleiter Paolo Canova. “Rein theoretisch müssten hier lauter junge Menschen sitzen, die keine Ahnung haben, wie man spielt. Tatsächlich wissen sie jedoch sehr gut Bescheid. Wenn es um Spielautomaten, ‘Win for Life’-Lotterien oder Poker geht, wissen sie sogar mehr, als wir.”

Eines müssen sie jedoch noch lernen, dass es beim Glücksspiel nur einen großen Gewinner gibt, den Betreiber. Statistiken und mathematische Formeln erbringen den Beweis. Als abschreckendes Beispiel dient die beliebte italienische SuperEnalotto Lotterie. Gewinnen? Nahezu unmöglich!
Paolo Canova erläutert: “Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei der Lottoziehung heute Abend sechs richtige Zahlen haben? Ganz einfach: Eins zu 622.614.630! Es ist wahrscheinlicher, dass die Erde 2036 durch einen Asteroiden zerstört wird, als beim SuperEnalotto zu gewinnen.”

Diese Botschaft bringen die Teenager mit nach Hause und überzeugen damit vielleicht sogar die eigene Familie. Die beiden Workshop-Veranstalter haben ein volles Programm, über 50 Schulen allein im Piemont. Weitere Regionen sollen folgen.