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Proteste in Chile: "Bildung ist ein kein Privileg"

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Proteste in Chile: "Bildung ist ein kein Privileg"

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In Chile haben Tausende Menschen für gebührenfreie Bildung demonstriert. Am Rande der Kundgebung kam es in der Hauptstadt Santiago de Chile zu Zusammenstößen mit der Polizei. Drei Demonstranten und ein Polizist wurden verletzt, mehrere Personen wurden festgenommen. Auch in anderen Städten wie Valparaiso oder Concepción wurde demonstriert.

Laut den Organisatoren waren allein in Santiago gut 120 000 Menschen auf der Straße. Die Demonstranten halten das Bildungssystem Chiles für zu teuer und ungerecht, die Studiengebühren seien zu hoch. Nur wer Geld habe, so sagen sie, könne sich noch eine gute Bildung leisten.

Eine Elternsprecherin sagt, Bildung sei ein Recht und kein Privileg, es dürfe kein Geschäft sein, es gehe nicht um Gewinne oder Handel.

Ganz ähnlich hatte sich auch Ex-Präsidentin Michelle Bachelet geäußert, die im November erneut kandidieren will. Sie sprach sich kürzlich für ein kostenloses Studium aus. Das Bildungssystem in Chile ist überwiegend privatisiert – ein Überbleibsel der Pinochet-Diktatur. Seither muss der Großteil der Ausbildungskosten von den Familien aufgebracht werden.