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Sprachenstreit: Katalanen wehren sich gegen Spanischzwang

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Sprachenstreit: Katalanen wehren sich gegen Spanischzwang

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In den Schulen der spanischen Region Katalonien wird in der Regel in der Regionalsprache Katalanisch unterrichtet. Allerdings muss auf Spanisch umgeschaltet werden, wenn nur einer der Schüler dies verlangt. Das hat das Oberste Gericht Kataloniens entschieden und damit dem Antrag von zehn Familien stattgegeben, die spanischsprachigen Unterricht verlangten. Gleichzeitig sorgte es für Ärger in der selbstbewussten Region.

Die katalanische Bildungsministerin Irene Rigau sagte, “wir garantieren das Recht der zehn Familien, ihren Kindern in der Grundschule besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Damit endet das Recht der Familien aber. Es darf sich nicht auf die Rechte der anderen Familien auswirken.”

Nicht nur die separatistische Regierung, auch Verbände wie die katalanische Bildungsplattform Somescola wehren sich. Man fühle sch an vordemokratische Zeiten erinnert, hieß es dort. Und Somescola-Sprecher Josep María Cervelló meinte, man werde den Beschluss nicht missachten, denn er werde gar nicht erst in Kraft treten.

Im Parlament kam es wegen der Unterrichtssprache gar zu einem Eklat im spanischen Parlament in Madrid. Drei Abgeordnete der separatistischen katalanischen Linkspartei ERC legten den Gerichtsbeschluss umgekehrt aus und hielten ihre Reden auf Katalanisch. Sie wurden daraufhin aus dem Haus gewiesen.