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Trotz Kriegsrhetorik Normalität in Pjöngjang

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Trotz Kriegsrhetorik Normalität in Pjöngjang

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Ungeachtet aller Kriegsrhetorik herrscht in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang Normalität. Im Diplomatenviertel Musudong ging am Mittwoch das Leben seinen gewohnten Gang, obwohl die Regierung die Diplomaten aufgefordert hat, Nordkorea zu verlassen.

“Wir befinden uns am Rande eines Krieges. Das Asiatisch-pazifische Friedenskomitee Koreas hat die Ausländer in Südkorea aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Ich denke, dies ist ein sehr großzügiger, humanitärer Schritt”, sagt Ri Sun Hak.

“Wenn es zum Krieg kommt, dann wird Südkorea in ein Feuermeer verwandelt werden. Ehrlich gesagt, Bomben haben keine Augen und töten nicht nur böse Menschen”, meint Tong Chun Kwang.

Straßenumfragen in Pjöngjang sind nur unter Überwachung durch die nordkoreanische Geheimpolizei möglich. Um wen es sich bei den von der Nachrichtenagentur APTN befragten “Bürgern Pjöngjangs” handelt, kann aufgrund der Natur des nordkoreanischen Staates nicht gesagt werden.

Pjöngjang ist für den 101. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung geschmückt. Nordkorea nutzt Jahrestage gerne für Raketentests. In den nordkoreanischen Medien wird nicht über einen bevorstehenden Raketentest berichtet. Der von südkoreanischen und amerikanischen Geheimdienstkreisen erwartete Raketentest würde die Menschen in Pjöngjang überraschen.