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Zypern-Rettung wird ein Drittel teurer

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Zypern-Rettung wird ein Drittel teurer

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Zypern braucht für sein Rettungsprogramm 23 Milliarden Euro – knapp sechs Milliarden Euro mehr als erwartet. Das steht nach Medienberichten in der Vereinbarung mit dem Euro-Rettungsfonds ESM. Die Euro-Finanzminister wollen sich an diesem Freitag (12.04.) in Dublin auf das – nun im Detail ausgearbeitete – Hilfsprogramm für Zypern einigen.

Zypern selbst will 13 Milliarden Euro beisteuern. Von zehn Milliarden Euro Hilfsgeldern kommen neun vom europäischen Rettungsschirm ESM, eine Milliarde Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Kein Modellfall, so IWF-Chefin Christine Lagarde (Geschäftsführende Direktorin des IWF), keine Angst:

“Wir glauben, die Haushaltskonsolidierung ist ein Muss dass für die meisten europäischen Länder. Aber Zypern ist – wie ich gesagt habe und ich wiederhole das gern – keine Blaupause. Es setzt keine Standards, weil es selbst kein Standard ist. Da ist ein Riesen-Unterschied zu vielen Banken in anderen Regionen und in anderen Ländern in Europa.”

Ein umstrittener Aufreger im Land: Zypern soll offenbar auch an seine Goldreserven: Sie könnten 400 Millionen Euro bringen, höhere Steuern und Abgaben 600 Millionen Euro. Den Löwenanteil – mehr als 10 Milliarden Euro – liefern nach Medienberichten die Abwicklung der Laiki-Bank und die Zwangsabgabe auf höhere Einlagen.

Mitte der kommenden Woche soll der Deutsche Bundestag dem Paket zustimmen. Das erste Geld könnte im Mai fließen.

Mit Reuters, dpa