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"Sklavenverträge" bei Ryanair

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"Sklavenverträge" bei Ryanair

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Der irische Billigflieger Ryanair ist in Norwegen in Turbulenzen geraten. Der Gesellschaft wird vorgeworfen, Flugbegleiter unter sogenannten “Sklavenverträgen” beschäftigt zu haben.

Alessandra und Zuzana, zwei entlassene Stewardessen, informierten Gewerkschaften und Medien über die Klauseln ihrer Verträge und die Arbeitsbedingungen. “Ich lebe in einem Land, das zu den teuersten in Europa gehört und ich hatte ein Gehalt, das in südeuropäischen Ländern üblich ist. Und wenn ich krank war, bekam ich gar kein Geld,” so Alessandra.

Laut dem Vertrag konnte Ryanair seine Angestellten von heute auf morgen entlassen. Pro Jahr verdienten sie umgerechnet weniger als 16.000 Euro. Ihre Uniformen mussten sie selbst zahlen.

Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte: “Sie haben diese Vorwürfe erfunden. Eine wurde wegen Sicherheitsvorschriften entlassen und die andere weil sie während ihrer 12 Monate langen Probezeit nicht mehr zur Arbeit erschien.” Er sagte, die Beschwerden gegen Ryanair seien ein Versuch, um davon abzulenken, dass Scandinavian Airline SAS Gehälter kürze und Stellen abbaue.