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US-Außenminister Kerry appelliert an China, Nordkorea zu mäßigen

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US-Außenminister Kerry appelliert an China, Nordkorea zu mäßigen

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Nordkorea rüstet sich für die Feierlichkeiten zum 101. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung an diesem Montag. Neben den Kimilsungia-Orchideen werden auch Miniatur-Raketen zur Schau gestellt – passend zum Kriegsgeschrei des Landes. Südkorea und die USA rechnen damit, dass Nordkorea dieser Tage ein bis zwei Mittelstreckenraketen testen wird, die Südkorea, Japan und die US-Pazifikinsel Guam treffen könnten.

US-Außenminister John Kerry, der an diesem Freitag auf seiner Asienreise in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eintraf, warnte die Machthaber im Norden eindringlich vor dem Start einer solchen Rakete. “Wir werden unsere Verbündeten verteidigen”, bekräftigte Kerry, “wir stehen gegen diese Drohungen auf Seiten von Südkorea, Japan und andereren, und wir werden uns selbst verteidigen. Und Kim Jong Un muss wissen – und das tut er wahrscheinlich auch – was das Ergebnis eines solchen Konflikts wäre.”

Auch der aus Südkorea stammende UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte im amerikanischen Fernsehen auf koreanisch an den Norden, die Provokationen zu beenden.

Kriegsgegner demonstrierten in Südkorea gegen den Kerry-Besuch und forderten die USA zu Gesprächen mit Nordkorea auf. Auch die südkoreanische Präsidentin zeigte sich konziliant und offen, den Norden anzuhören. Ban Ki Moon bot ebenfalls Gespräche an. Kerry rief vor allem China, Nordkoreas wichtigsten Verbündeten auf, sich einzuschalten und den Nachbarn zu mäßigen. China hatte zuvor Meldungen dementiert, wonach es seine Streitkräfte an den Grenzen verstärkt habe.