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USA setzen russische Beamte auf "schwarze Liste"

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USA setzen russische Beamte auf "schwarze Liste"

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Der russische Anwalt Sergej Magnitski ist 2009 qualvoll in einem Gefängnis in Moskau gestorben. Nun haben die USA Strafmaßnahmen gegen Beamte verhängt, die in seinen Tod verwickelt gewesen sein sollen. Auf der von Washington veröffentlichten Liste stehen die Namen von 18 Verdächtigen.

Jay Carney, der Pressesprecher des Weißen Hauses, erklärte welche Folgen das für die Betroffenen hat: “Wir werden mit dem “Magnitski-Act” dafür sorgen, dass die Menschen, die für die Misshandlung und den Tod von Herrn Magnitski verantwortlich sind, nicht mehr in die USA einreisen und hier keine Geschäfte mehr machen dürfen.”

Die Proteste aus Moskau waren scharf. Der Leiter des Duma-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten Alexei Pushkov sagte:
“Wir wissen, dass der Kongress und insbesondere der Abgeordnete McGovern vorgeschlagen hatten, 280 Menschen auf die Liste zu setzen. Die Tatsache, dass die Regierung Obama sich gegen diesen Vorschlag entschieden hat und nicht so weit gegangen ist, zeigt, dass die Regierung Obama den Schaden begrenzen will, den die Magnitski-Liste mit Sicherheit den amerikanisch-russischen Beziehungen zufügen wird.”

Magnitski hatte in Russland für die US-Anwaltsfirma Firestone Duncan gearbeitet und den westlichen Investmentfonds Hermitage Capital beraten. Er war wegen angeblicher Steuervergehen festgenommen worden, nachdem er einen Korruptionsskandal staatlicher Stellen aufgedeckt hatte.