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Venezuela: Maduro und Capriles steigen in den Ring

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Venezuela: Maduro und Capriles steigen in den Ring

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Boxen ist in Venezuela ein sehr beliebter Sport. Die Fäuste sollen jedoch nur im Ring fliegen und nicht auf der Straße. Unter dem Motto “Boxen gegen Gewalt” organisiert die Regierung Wettkämpfe für Jugendliche.

Das Klima im Land ist aufgeheizt. Die Anhänger der beiden Präsidentschaftskandidaten liefern sich täglich Wortgefechte. Dem Journalisten Adolfo Salgueiro zufolge ist die Gesellschaft gespalten: “Die heftigen Konfrontationen während des Wahlkampfs hängen damit zusammen, dass die Projekte der beiden politischen Lager unvereinbar sind.”

Die Kandidaten Nicolas Maduro und Henrique Capriles teilten in ihren Reden kräftig aus. Capriles schüttelte die Faust und sagte: “Nur der Teufel ist dazu in der Lage, die Macht der Institutionen zu nutzen, um die Venezolaner einzuschüchtern.” Maduro konterte: “Der Imperialismus, das dekadente Bürgertum und die Parasiten denken, dass die Revolution in Venezuela zu Ende ist.”

Hugo Chávez ist zwar tot, doch im venezolanischen Wahlkampf war er allgegenwärtig. Die Regierungspartei bemühte sich vor allem darum, Nicolás Maduro als würdigen Nachfolger darzustellen. Sogar die Opposition wagte es nicht, den Nationalhelden Chávez zu kritisieren.

Unser Journalist Pablo Herrera fasste zusammen: “Hier in Venezuela sind die Menschen sich nur in einem Punkt einig: Wer auch immer gewinnt, muss ein Land regieren, das in großen Schwierigkeiten steckt. Auf den neuen Präsidenten kommen wichtige Herausforderungen zu.”