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Großbritannien: Party zum Tod der "Eisernen Lady"

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Großbritannien: Party zum Tod der "Eisernen Lady"

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Auf dem Trafalgar Square in London haben hunderte Menschen den Tod der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher gefeiert. Für ihre Gegner ist die “Eiserne Lady” bis heute ein rotes Tuch. Die Demonstranten protestierten auch gegen die geplanten pompösen Trauerfeierlichkeiten, die Schätzungen zufolge mehr als 11 Millionen Euro kosten sollen.

Der Schauspieler Patrick Macrodain sagte: “Es heißt oft, dass sie Großbritannien gerettet hat, dabei hat sie es nur für Menschen ihrer Klasse gerettet. Sie hat es nicht für Menschen gerettet, die in Hackney oder anderen Arbeitervierteln leben. Sie waren es, die am Ende die Rechnung bezahlen mussten.”

Einer jüngsten Umfrage zufolge sind 60 Prozent der Briten der Meinung, dass die Steuerzahler nicht für Thatchers Beerdigung aufkommen sollten. Eine Lehrerin sieht es gelassen: “Das, was sie getan hat, hat sie für ihr Land getan. Manches war richtig, manches war falsch. Das Leben vieler Menschen wurde von ihrer Politik beeinflusst. Man sollte sie einfach in Frieden ruhen lassen.”

Ein weiterer Streit ist um den Musicalsong “Ding Dong die Hex’ ist tot” entbrannt. Die Thatcher-Hasser erklärten das Lied zu ihrer Hymne, und es ist an die Spitze der britischen Hitparade geschossen. Die BBC teilte nun mit, dass sie nur einen Auszug von dem Titel aus dem Musical “Der Zauberer von Oz” spielen wird.