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Prekäre Lage der zentralafrikanischen Flüchtlinge: UNHCR ruft zu mehr Solidarität auf

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Prekäre Lage der zentralafrikanischen Flüchtlinge: UNHCR ruft zu mehr Solidarität auf

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Wegen des Umsturzes in der Zentralafrikanischen Republik sind laut UN-Flüchtlingshilfswerk zehntausende Menschen in die Nachbarländer geflüchtet: Allein in die Demokratische Republik Kongo seien seit Dezember rund 30.000 Flüchtlinge gekommen. Viele lebten im Grenzgebiet versprengt über 600 Kilometer, oft nur schwer erreichbar. Einige kamen bei Einheimischen unter, die selbst in bitterer Armut leben, andere in Flüchtlingslagern, in denen Lebensmittel knapp sind und die sanitären Einrichtungen nicht ausreichen.

UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres verwies beim Besuch in einem Lager auf die Probleme, die die Demokratische Republik Kongo selbst habe, mit eigenen Flüchtlingen und Bürgerkriegsfolgen – und dennoch habe sie die Nachbarn aufgenommen. Es sei höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft dieselbe Großzügigkeit und Solidarität zeige gegenüber den Menschen in der DR Kongo und denen in der Zentralafrikanischen Republik.

Das Flüchtlingshilfswerk bemüht sich um den Bau weiterer Lager und eine Verbesserung der prekären Lage bei Gesundheitsversorgung und Bildung. Ein Baby starb kürzlich an inneren Blutungen, weil es nicht rechtzeitig behandelt werden konnte.

Trotz Hungers und misslicher Lage wollen viele nicht zurück in die Heimat. Schon vor dem Staatsstreich im März flohen laut UNHCR fast 200.000 Menschen vor Übergriffen bewaffneten Gruppen aus der Zentralafrikanischen Republik. Dort wählte an diesem Wochenende der nach dem Umsturz gebildete Übergangsrat Rebellenführer Michel Djotodia zum neuen Präsidenten. Dem Rat gehören Vertreter verschiedener politischer und gesellschaftlicher Gruppen an. Wahlen wurden in eineinhalb Jahren versprochen.