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Trotz allem: Steinbrück will Kanzler werden

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Trotz allem: Steinbrück will Kanzler werden

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Trotz sinkender Umfragewerte haben Deutschlands Sozialdemokraten sich und ihrem umstrittenen Kanzlerkandidaten beim Parteitag in Augsburg Mut herbeigeklatscht und zum Angriff auf die schwarz-gelbe Regierung geblasen. Mehr soziale Gerechtigkeit verspricht die SPD, ihr Wahlprogramm umfasst einen Mindestlohn von 8,50 Euro, einen Spitzensteuersatz von 49 Prozent und eine Solidarrente von 850 Euro monatlich.

Peer Steinbrück stellte gleich zu Beginn seiner kämpferischen Rede klar: “Ich will Kanzler werden” – und damit war eigentlich alles gesagt. “Mit euch und vielen anderen in Deutschland will ich aus Stillstand Fortschritt machen… Ich will nach dem 22. September Verantwortung übernehmen für ein geeinigtes und sich weiter einigendes Europa, in dem wir ein Volk guter Nachbarn sind.”

Immerhin acht Minuten Applaus bekam er für kämpferische Rede – jedoch weniger als bei seiner Nominierung.

Vor dem Parteitag hatte Steinbrück sich auf dem Augsburger Ostermarkt bürgernah präsentiert. Die Umfragen sprechen eine andere Sprache: Die SPD liegt in den Prognosen für die Bundestagswahl im September bei 23 bis 27 Prozent und weiß, dass über dreißig nötig werden, wenn sie zusammen mit den Grünen die Regierung Merkel ablösen will.