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Paukenschlag in Frankreich nach Schwarzgeldaffäre

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Paukenschlag in Frankreich nach Schwarzgeldaffäre

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Die französische Regierung hat die Vermögensverhältnisse von insgesamt 37 Regierungsmitgliedern offen gelegt.

Es ist eine Premiere in der französischen Politik, die nach einer Schwarzgeldaffäre in eine Vertrauenskrise geraten war.

Die nun veröffentlichen Daten enthalten Angaben zu Konten, Wertpapieren oder Immobilien im Besitz der Minister.

Die Hollande-Regierung griff damit zu einer drastischen Maßnahme, die Landwirtschaftsminister Stephane Lefoll im französischen Fernsehen rechtfertigte.

“Das war notwendig”, so Lefoll. “Die Kontrollen werden von ganz oben, vom Premierminister durchgeführt. Der Kampf gegen Steuerbetrug geht weiter, er muss weitergehen. Das war ein erster Schritt, aber jetzt müssen wir weitermachen.”

Auslöser der jetzigen Offenlegung war die Affäre um Ex-Minister Cahuzac, der über Monate hinweg die Existenz eines Kontos in der Schweiz geleugnet hatte.

“Unwürdig” – viele im Land dachten wie der Titel dieser Tageszeitung, die Entschuldigung Cahuzacs kam anschließend zu spät.