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Reich dank Schiffskatastrophe?

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Reich dank Schiffskatastrophe?

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Gut 15 Monate nach der Havarie der Costa
Concordia hat eine erste vorläufige Anhörung zu dem Unglück begonnen.

Die Richter im toskanischen Grosseto sollen entscheiden, ob es einen Prozess gegen Unglückskapitän Francesco Schettino und fünf
weitere Beteiligte geben wird. Auch Schettino selbst erschien begleitet von seinen Anwälten vor Gericht.

Einer der Opfer-Anwälte meinte:“Soweit wir wissen verhandelt man aktuell um eine Summe von 27.000 Euro Entschädigung pro Passagier. WIR fordern eine Millionen Euro pro Passagier!”

Eine Summe, die nicht zuletzt den Anwälten der Costa-Reederei übertrieben hoch erscheint:
“Warum nicht gleich 10 Millionen pro Passagier?? Dann gibt es einen Run auf unsere Schiffe, in Hoffnung auf eine Havarie, die alle reich werden lässt! Das ist doch verrückt!!”

Die Staatsanwaltschaft hatte zum Abschluss der Untersuchungen gefordert, ein Verfahren gegen Schettino und fünf weitere Beschuldigte zu eröffnen. Sie wirft Schettino mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie und das Verlassen des Schiffs vor. Er war Kapitän des am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes. Bei dem Unglück starben 32 Menschen.

Mit einer Entscheidung der Richter wird erst in einigen Monaten gerechnet.