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Salgado zeigt die Schönheit des Planeten wie am ersten Tag

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Salgado zeigt die Schönheit des Planeten wie am ersten Tag

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Acht Jahre lang reiste der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado an entlegene, nahezu unberührte Orte des Planeten für seine Serie mit dem biblischen Titel “Genesis”. Sie zeigt Menschen im Urzustand, im Einklang mit der Natur. Seine Schöpfungsgeschichte in Schwarz-Weiß kommt nun als Fotoband in den Handel. In London kann man sie in einer Ausstellung im Natural History Museum entdecken. Kuratorin Tate Greenhalgh erläutert. “Salgado genießt als Fotograf weltweite Anerkennung, vor allem für seine Aufnahmen von Menschen. In Genesis richtet er das Objektiv erstmals auf das natürliche Umfeld. Diese Ausstellung zeigt Landschaften, Tiere und Menschen, die in ihrer natürlichen, ursprünglichen Umgebung leben, ohne einen negativen Einfluss auf die Umwelt auszuüben.”

Bekannt wurde Salgado mit Mammutprojekten wie “Arbeiter” und Exodus” über flüchtende, ausgebeutete und leidende Menschen. Nun steht die Schönheit des Planeten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein Appel an alle Erdenbürger, den Schatz zu bewahren. “Ich habe acht Jahre lang an Orten gelebt, die zum Teil nur schwer zugänglich waren, das war für mich ein großes Privileg, ich war gewissermaßen zurück im Paradies”, sagt Salgado. “Diese unberührte Natur ist unser kostbarstes Gut.
Ich halte das für eine positive Botschaft, 46 Prozent unseres Planeten sind im selben Zustand wir am ersten Tag der Schöpfung. Ich hoffe, dass wir gemeinsam all diese Erkenntnisse, die uns zur Verfügung stehen und unser Umweltbewusstsein nutzen werden, um diesen Teil der Welt zu schützen. Ich hoffe, dass diese Bilder nicht eines Tages zur Archäologie gehören, dass diese Orte ewig existieren werden. Denn wir brauchen sie bis in alle Ewigkeit.”

Die Ausstellung mit rund 200 Bildern ist bis Anfang September in London zu sehen.
Danach wird sie weiter um die Welt reisen, unter anderem nach Toronto, Rio de Janeiro, Rom und Paris.