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Venezuela: Wie aus viel Erdöl zu wenig Klopapier wird

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Venezuela: Wie aus viel Erdöl zu wenig Klopapier wird

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Die gute Nachricht für Venezuelas Wahlsieger
Nicolás Maduro: Solange Autos fahren und Öl verheizt wird, sichert Erdöl 96 Prozent der Exporterlöse, etwa die Hälfte der Staatseinnahmen und rund ein Viertel des Sozialproduktes. Maduros Vorgänger und Ziehvater Hugo Chávez war zwar 1998 angetreten, unter anderem die Abhängigkeit vom Öl zu verringern – offenbar wurde sie während seiner Amtszeit aber noch größer. Und: Das Öl half zwar, Millionen Venezolaner aus extremer Armut zu befreien. Doch der Mangel an Vielem bleibt allgegenwärtig. “Mehl, Fleisch, Zucker, Öl – selbst Klopapier und Medikamente wie Asthmasprays sind immer schwerer zu finden”, berichten Reporter.

Das Problem: Venezuela hat zwar die größten Ölreserven der Welt, die Ölindustrie gilt aber als hoffnungslos veraltet, Subventionen und Geschenke ans Volks im Alltag als unantastbar, aus Angst um den sozialen Frieden. Beispiel: Einmal Geländewagen volltanken kostet zwei US-Dollar. Das ist Weltrekord.

Abhilfe aus dieser Klemme ist frühestens in einigen Jahren möglich, Investoren aus China und Russland stehen bereit.

Wenn nicht die Inflation bis dahin den schmalen Stimmenvorsprung des Chavez-Erben aufgefressen hat: Sie liegt bei 30 Prozent – das ist 18mal Maduros Stimmenpolster.

Mit dpa, Reuters